Die Satzung

Fassung vom 14. November 1998

§ 1      Name, Sitz und Geschäftsjahr

Der 1983 gegründete Verein führt den Namen
Heimat- und Geschichtsverein für Landkreis und Stadt Holzminden e.V.
und hat seinen Sitz in Holzminden. Er ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Holzminden eingetragen. Sein Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2      Ziel und Zweck

(1) Vereinsziel ist es, das Interesse für die Heimat- und Naturkunde sowie für die regionale Geschichte auf breitester Grundlage zu wecken, ihre wissenschaftliche Erforschung zu unterstützen und die Verbundenheit mit dem Landkreis und der Stadt Holzminden als heimatlichen Erfahrungs- und Zugehörigkeitsraum mit seiner geschichtlichen und kulturellen Tradition und Lebensform in Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln und zu fördern.

Der Verein ist gemeinnützig tätig und verfolgt keine politischen, konfessionellen oder
rassischen Ziele.

(2) Der Zweck des Vereins soll insbesondere erreicht werden duch:

  1. die Herausgabe eigener Publikationen (z.B. Jahrbuch und Schriftenreihe des Vereins) und Unterstützung anderer Veröffentlichungen, sofern diese inhaltlich zur Förderung der regionalen Geschichtsforschung beitragen
  1. die Mitwirkung an allen Maßnahmen, die der Bewahrung der historischen Kulturlandschaft im Landkreis Holzminden förderlich bzw. ihrer Erforschung dienlich sind (Ausgrabungen, Geländeprospektionen, Schutz und Konservierung von archäologischen Denkmalen und historischen Baudenkmalen, Sicherung historischen Quellengutes jedweder Art und dessen Zuführung an die zuständigen regionalen Forschungseinrichtungen bzw. Museen)

  2. die Unterhaltung und den ständigen Ausbau einer Präsenzbibliothek mit angeschlossenem Archiv in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Holzminden

  3. die Unterstützung der Fach- und Heimatmuseen im Landkreis Holzminden sowie die Förderung der Einrichtung eines Regionalmuseums im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloß Bevern

  4. die Durchführung von Vorträgen, Exkursionen, Studienfahrten und Ausstellungen

  5. Öffentlichkeitsarbeit

  6. Kooperation mit anderen gleichartigen wie unterstützenden Einrichtungen und Organisationen innerhalb wie auch außerhalb des Landkreises Holzminden


§ 3      Gemeinnützigkeit und Vereinsmittel

(1) Der Verein ist selbstlos tätig, verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche, sondern     ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i.S. des Abschnitts „Steuerbegünstigte    Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.

(2) Der Verein bezieht seine finanziellen Mittel aus Mitgliedsbeiträgen und bemüht sich um    öffentliche und private Zuwendungen.

(3) Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Ziele und Zwecke verwendet    werden.

(4) Es darf keine Person oder Einrichtung durch Ausgaben, die den Zielen und Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(5) Die Verwaltung des Vermögens obliegt dem Vorstand.



§ 4      Mitgliedschaft

(1) Der Verein hat aktive und passive (fördernde) Mitglieder sowie Ehrenmitglieder.
Mitglieder können natürliche und juristische Personen werden.

(2) Mitglied kann jede oder jeder werden, die oder der bereit ist, die Ziele des Vereins zu unterstützen und zu fördern.

(3) Die Mitgliedschaft wird durch schriftliche Beitrittserklärung gegenüber dem Vorstand und deren Annahme seitens des Vorstandes erworben. Die Ablehnung der Aufnahme kann nur aus einem schwerwiegenden Grund versagt werden.

(4) Die Mitgliederversammlung kann auf Vorschlag des Vorstandes Ehrenmitglieder ernennen, die sich im besonderen Maße um Ziele, Zwecke und die Förderung des Vereins verdient gemacht haben. Diese haben die Mitgliederrechte, sind aber vom Beitrag befreit.

Jedes Mitglied kann hierzu schriftlich begründete Vorschläge beim Vorstand einreichen.



§ 5      Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet durch

  1. schriftliche Austrittserklärung mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende des Geschäftsjahres
  2. Ausschluß
  3. Verlust der Geschäftsfähigkeit
  4. Tod
  5. Vereinsauflösung

Der Ausschluß ist nach Anhörung im Vorstand insbesondere dann möglich, wenn ein Mitglied durch sein Verhalten dem Ansehen und dem Zweck des Vereins in erheblichem Maße schadet oder wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Aufforderung seinen Mitgliedsbeitrag nicht zahlt. Der Beschluß wird von der Mitgliederversammlung gefaßt durch 3/4-Stimmenmehrheit der wesenden Mitglieder.

(2) Austritt oder Ausschluß befreit nicht von der Entrichtung der rückständigen Beiträge oder Forderungen.



§ 6      Mitgliederrechte und -pflichten

(1) Die Mitgliederrechte und Mitgliederpflichten beginnen mit der Aufnahmebestätigung durch den Vorstand.

(2) Wahlberechtigt sind alle aktiven und passiven Mitglieder.

(3) Das Recht zur Wählbarkeit besitzen alle aktiven und passiven Mitglieder.

(4) Die Mitgliedschaft verpflichtet, die durch die Mitgliederversammlung oder den Vorstand erlassenen Bestimmungen zu beachten, nicht gegen die Vereinssatzung zu verstoßen.

Der Jahresbeitrag, der von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird, ist im Januar eines jeden Jahres fällig und berechtigt zum unentgeltlichen Empfang des jeweiligen Jahrbuches des Vereins.

Bei übrigen Veröffentlichungen des Vereins können Vergünstigungen gemäß Vorstandsbeschluß gewährt werden.

Mitglieder, die im Laufe des Geschäftsjahres aufgenommen werden oder ausscheiden, haben für dasselbe den vollen Jahresbeitrag zu zahlen.



§ 7      Organe des Vereins

(1) Organe des Vereins sind:

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand

 (2) Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung auf der Grundlage der Satzung geben.



§ 8      Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins.

(2) Die ordentliche Mitgliederversammlung tritt jährlich mindestens einmal zusammen (Jahreshauptversammlung). Sie wird vom Vorstand spätestens 3 Wochen vorher unter schriftlicher Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen.

(3) Außerordentliche Mitgliederversammlungen können vom Vorstand oder von der oder dem Vorsitzenden einberufen werden. Sofern mindestens 1/3 der Mitglieder die Einberufung einer Mitgliederversammlung schriftlich unter Angabe der zur Verhandlung zu stellenden Tagesordnung beantragen, muß die Einberufung unverzüglich erfolgen.

(4) Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, ohne Rücksicht auf die Anzahl anwesender Mitglieder.

(5) Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt die oder der Vorsitzende.

(6) Jedes anwesende Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechtes ist nicht zulässig.

(7) Die Mitgliederversammlung kann mit einfacher Stimmenmehrheit den Vorstand oder Vorstandsmitglieder abwählen.

(8) Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der oder des Vorsitzenden.

(9) Satzungsänderungen bedürfen der 2/3-Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

(10) Anträge an die Mitgliederversammlung müssen spätestens 3 Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich beim Vorstand eingegangen sein.

Nicht fristgemäß eingereichte Anträge können als Dringlichkeitsanträge mit 2/3-Mehrheit der anwesenden Mitgliedern der Tagesordnung hinzugefügt werden.

(11) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die von der oder dem Vorsitzenden und von der Schriftführerin oder dem Schriftführer zu unterzeichnen und der nächsten Mitgliederversammlung zur Kenntnis zu bringen ist.

(12) Auf Antrag von mindestens 10 anwesenden Mitgliedern oder des Vorstandes ist geheim abzustimmen oder zu wählen.


§ 9      Aufgaben der Mitgliederversammlung

(1) Der Mitgliederversammlung obliegen die

  1. Feststellung und Änderung der Satzung

  2. Verhandlung von und die Beschlußfassung über Anträge

  3. Wahl
    -  des Vorstandes
    -  von 2 Kassenprüferinnen oder Kassenprüfern, die nicht dem Vorstand angehören

  4. Benennung der Beiratsmitglieder

  5. Einrichtung von Ausschüssen

  6. Entgegennahme der Berichte des Vorstandes (Geschäfts- und Kassenbericht) und vorhandener Ausschüsse und Arbeitsgruppen

  7. Entgegennahme des Berichtes der Kassenprüferinnen oder Kassenprüfer für das              abgelaufene Geschäftsjahr

  8. Entlastung des Vorstandes

  9. Ernennung von Ehrenmitgliedern

  10. Entscheidung über zu finanzierende Vorhaben

  11. Entscheidung über zu finanzierende Vorhaben

  12. Auflösung des Vereins.

(2) Die Tagesordnung der Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) umfaßt mindestens

  1. die Feststellung der anwesenden Mitglieder

  2. Genehmigung der Tagesordnung und Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Einladung

  3. Mitteilung und Genehmigung der Niederschrift über die letzte

  4. Anträge

  5. Bericht des Vorstandes

  6. Aussprache

  7. Verschiedenes


§ 10    Vorstand

(1) Der Vorstand wird jeweils auf die Dauer von 3 Jahren gewählt und besteht aus

  1. der oder dem Vorsitzenden

  2. der oder dem stellvertretenden Vorsitzenden

  3. der Schriftführerin oder dem Schriftführer

  4. der Schatzmeisterin oder dem Schatzmeister.

(2) Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Scheidet ein Vorstandsmitglied aus, so wird der Vorstand dadurch ergänzt, indem das freigewordene Amt durch Vorstandsentscheidung mit einem aktiven Mitglied kommissarisch bis zur nächsten turnusmäßigen Neuwahl besetzt wird.

(3) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind die oder der Vorsitzende, die oder der stellvertretende Vorsitzende, die Schriftführerin oder der Schriftführer und die Schatzmeisterin oder der Schatzmeister.

Der Verein wird gemäß § 26 Abs. 2 BGB von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern gemeinschaftlich vertreten.

(4) Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins nach den Vorschriften der Satzung, der Ordnungen und nach Maßgabe der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

(5) Der Vorstand ist beschlußfähig bei Anwesenheit der oder dem Vorsitzenden oder der oder dem stellvertretenden Vorsitzenden.

(6) Der Vorstand kann während des laufenden Geschäftsjahres finanzielle Förderungen i.S.d. § 2 Abs. 1 in geringem Umfang vornehmen.

(7) Der Vorstand kann zweckbestimmt Arbeitsgruppen einrichten und auflösen.


§ 11    Aufgaben der Vorstandsmitglieder

(1) Die oder der Vorsitzende hat die Aufgabe

  1. die Mitgliederversammlung einzuberufen und zu leiten,

  2. die Geschäftsführung des Vereins wahrzunehmen und im Rahmen der Geschäftsverteilung zu überwachen,

  3. die Zahlungsanweisungen zu erteilen und zu genehmigen,

  4. den bargeldlosen Zahlungsverkehr gemeinsam mit der Schatzmeisterin                           oder dem Schatzmeister vorzunehmen
  5. die Motivation und Kommunikation innerhalb des Vereins zu fördern.

(2) Die oder der stellvertretende Vorsitzende unterstützt und vertritt die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und kann eigene Aufgabenschwerpunkte übernehmen.

(3) Der Schriftführerin oder dem Schriftführer obliegt

  1. der Schriftverkehr des Vereins

  2. die Führung von Anwesenheitslisten bei der Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung

  3. die Führung der Niederschrift bei der Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung.

(4) Der Schatzmeisterin oder dem Schatzmeister obliegt

  1. die Führung des Mitgliederverzeichnisses
  2. die ordnungsgemäße Buchführung einschließlich der Führung des Kassenbuches,
    der Spar- und Bankkonten

  3. die Vereinnahmung der Beiträge, Spenden und sonstiger Zahlungen

  4. die Anmahnung von Außenständen

  5. die Vornahme von Zahlungen gemeinschaftlich mit der oder dem Vorsitzenden

  6. die Rechnungslegung

  7. die Erstellung des Jahresabschlusses (Jahreskassenbericht) und dessen Erläuterung in der Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung).


§ 12    Beirat, Ausschüsse und Arbeitsgruppen

(1) Der Beirat soll den Vorstand bei der Umsetzung von Vereinszielen und -zwecken sowie    insbesondere bei fachlichen Angelegenheiten beraten und Vorschläge unterbreiten.

Zugleich soll der Beirat auch ein offenes Forum für die aktive Mitarbeit im Verein bilden, wobei bestehende Arbeitsgruppen angemessen vertreten sein sollen.

Der Beirat soll bis zu 6 ständige Mitglieder umfassen, aus deren Mitte eine Sprecherin oder ein Sprecher zu bestimmen ist.

Vorstand und Beirat sollen auch in gemeinsamen Sitzungen die inneren Angelegenheiten des Vereins beraten. Hierzu sollen die Beiratsmitglieder mit beratender Stimme an jeweils zu bestimmenden Vorstandssitzungen teilnehmen. Die Sprecherin oder der Sprecher des Beirates nimmt regelmäßig mit beratender Stimme an den Vorstandssitzungen teil.

(2) Ausschüsse und Arbeitsgruppen werden für besondere Aufgaben im Rahmen der Ziele und Zwecke des Vereins eingesetzt, wobei Arbeitsgruppen vom Vorstand im Benehmen mit dem Beirat einzurichten und nach Erfüllung der übertragenen Aufgaben aufzulösen sind.

Sie haben über ihre Arbeit dem Vorstand und der Mitgliederversammlung zu berichten.

 (3) Die Ausschuß- und Arbeitsgruppenmitglieder bestimmen jeweils aus ihrer Mitte eine Sprecherin oder einen Sprecher.

(4) Über die Sitzungen des Beirates und der Ausschüsse ist eine Niederschrift zu fertigen; wofür    jeweils die Sprecherin oder der Sprecher verantwortlich ist.

(5) Weder der Beirat noch ein Ausschuß oder eine Arbeitsgruppe ist gegenüber dem Vorstand weisungsbefugt.



§ 13    Kassenprüfung

(1) Die Kassenprüferinnen und Kassenprüfer haben das Recht, zur Kassenprüfung alle Bücher und Schriften des Vereins und seiner Organe sich vorlegen zu lassen und   einzusehen.

(2) Von den Kassenprüferinnen oder Kassenprüfern scheidet jeweils nach einem Jahr eine oder einer aus und wird durch Neuwahl ersetzt. Wiederwahl ist nach Ablauf von einem Jahr möglich.

(3) Mindestens einmal im Jahr erfolgt eine Kassenprüfung, die sich auf die Prüfung der satzungsgemäßen sachlich und rechnerisch richtigen Vereinseinnahmen und -ausgaben erstreckt. Dabei sind alle Kassenbestände, Konten und Nachweise über Vereinsforderungen gegenüber den Vereinsmitgliedern oder Dritten und Nachweise über Forderungen Dritter und Mitgliedern an den Verein vorzulegen.



§ 14    Auflösung

(1) Die Auflösung des Vereins kann nur in einer ausschließlich zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung erfolgen

(2) Der Auflösungsbeschluß bedarf der Zustimmung von ¾ der abgegebenen Stimmen, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.

Sind weniger als die Hälfte der Mitglieder bei der Mitgliederversammlung anwesend, so ist innerhalb von 12 Wochen eine erneute Mitgliederversammlung i.S.d. ersten Absatzes einzuberufen, die dann beschlußfähig ist und mit Dreiviertel der abgegebenen Stimmen den Verein auflösen kann.

(3) Im Falle der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall der bisherigen Ziele und Zwecke fällt das Finanzvermögen dem Landkreis Holzminden zu, mit der Auflage, es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden, indem er das Vermögen zu gleichen Teilen bestehenden Museen innerhalb des Landkreises zukommen läßt.

Die dem Verein gehörenden Bestände der Präsenzbibliothek und des Archives sind komplett dem Landkreis Holzminden zu übereignen.



§ 15    Inkrafttreten

Die Neufassung der Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 14. November 1998 beschlossen. Sie tritt damit an die Stelle der Satzung vom 19. Februar 1983.

| Druckversion | E-Mail an den Verfasser | erstellt Dez. 2005